Warum Entgiftung beim Hund wichtig ist?!

Eine Kundin rief aufgeregt an, ihr Hund hätte grünen Stuhlgang. Ich dachte dabei an nichts schlimmes, fragte ob das Tier grünen Pansen, viel grünes Gemüse oder ähnliches zu sich genommen hat, vor meinem inneren Auge ein Bild von grünlich gefärbten Kot, den die meisten Hunde schon einmal hatten. Die Kundin verneinte und schickte mir ein Foto des Häufchens, was ich auf dem Foto sah brachte mich sehr zum schmunzeln, grün war nämlich wirklich Grün und nicht grünlich oder ähnliches, der Kot des Hundes erinnerte stark an Knete und so musste ich dann bei der Besitzerin noch einmal genauer nachhaken: was hatte der Hund gefressen. Und so zählte die Besitzerin auf, morgens bekam der Hund sein „Frühstück“ Leberwurst und Zwieback, ungewöhnlich aber definitiv nicht grün, also weiter im Text. Mittags bekam der Hund was zum kauen, Ochsenziemer, gut das kann es auch nicht gewesen sein. Abends gab es dann seine Ration Futter, da ich die Kundin schon kannte und wusste was sie füttert, wusste ich auch dass die Futterration den Kot nicht grün färben konnte und nachdem Futter bekam Bello noch eine vegetarischen Kauknochen, den hatte die Tochter dem Hund geschenkt, da sie selbst Vegetarierin ist. Bei diesem Satz war mir relativ klar, warum der Kot auffällig grün war, denn die ersten vegetarischen Kauknochen die mir in den Sinn kamen, sind wirklich giftgrün. Es waren natürlich die Sorte Leckerlis die ich vermutete und deswegen dieser kleine Bericht: 

Industriell gefertigtes Hundefutter und Leckerlis enthalten oft viele chemische Zusätze, egal ob vegetarisch oder nicht, ob mit Getreide oder Zucker, oder ohne dessen, werden die meisten Sachen mit Konservierungs-, Lock- und Farbstoffen zugesetzt. Warum ich den vegetarische Kauartikel explizit erwähne liegt daran, dass die meisten Hunde über den Geruch entscheiden was sie fressen und was nicht, umso mehr es stinkt umso besser, auch wird oftmals Futter mit hohem Rohfaser- oder Rohascheanteil eher verschmäht als anders, beides ist besonders bei vegetarischen Futter zu finden, viele Lockstoffe bei einen hohen Rohfaseranteil, damit der Hund es trotzdem liebend gerne frisst. Chemie egal ob für Mensch oder Tier ist in den meisten Fällen ungesund. Diese chemischen Zusätze werden oftmals nicht verwertet und lagern sich in Hund ab, so geschehen im oben genannten Beispiel, die im Kauknochen grünen Farbstoffe werden vom Hund natürlich nicht verwertet (warum auch? Aus Farbstoffen kann der Hund nichts nahrhaftes ziehen) und diese über den Kot ausgeschieden. Dem Vorgang nennt man im allgemeinen „Entgiften“ und ist ganz bekannt unter den Barfern. Man kann das am besten mit dem entschlacken beim Menschen vergleichen, Giftstoffe (in diesem Fall Farb-, Lock-, und Konservierungsstoffe) werden aus dem Körper herausgespült, oftmals zu sehen bei der Umstellung von Fertigfutter auf Frischfütterung oder von minderwertigen Fertigfutter auf ein hochwertiges. Dieser Entgiftungsprozess kann sich in Durchfall zeigen, Durchfall kann aber auch einfach eine normale Reaktion auf die Futterumstellung sein, da der Magen/Darmtrakt das neue Futter gegebenenfalls anders verarbeitet und verwertet und der Hund, auch ein vollkommen gesunder von den kränklichen ganz zu schweigen, kann im ersten Moment sensibel auf eine Futterumstellung reagieren, kein Grund zur Panik oder zum Aufgeben!

Entgiftung kann unterstützt oder angeregt werden, oftmals zusammen mit einer Darmsanierung zu empfehlen bei kranken, sensiblen oder allergischen Hunden, damit der Magen-/Darmtrakt die gesunde Arbeit ohne Einschränkung wieder aufnehmen kann. Bitte lassen sie sich dabei am besten von einem Fachmann beraten. 

Abschließend möchte ich ihnen die Frage stellen: wenn sie Hund wären, würden sie gerne Futter voller Giftstoffe fressen und bunte Knetgummi Ausscheidungen haben?



   

 

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