Kräuterbuttermilch – die natürliche Wurmkur

Die Kräuterbuttermilch gehört für mich definitiv zu den Rezepten die jeder Hundehalter kennen MUSS! Kräuterbuttermilch stärkt die Darmflora und macht Parasiten das Leben schwer, sogar die allseits gefürchteten Giardien finden diesen Alleskönner unangenehm, so wird besonders unter den Tierheilpraktikern und Ernährungsberatern die Kräuterbuttermilch als Alternative zu Panacur und anderen Antibiotika gehandelt.

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Jedes Kraut hat seine Wirkung – so auch die in der Kräuterbuttermilch enthaltenden. Die Kräuterbuttermilch soll Parasiten dezimieren und gleichzeitig die Darmflora stärken, denn ein Hund mit gesunder Darmflora und guten Immunsystem kann Parasitenbefall eigentlich ganz gut alleine in Schach halten. Auch rate ich dazu die Milch kurweise nach Medikamentengabe zu verabreichen um einen gegebenenfalls geschwächten oder geschädigten Magen-Darm Trakt wieder fit zu kriegen, besonders nach Wurmkuren schwöre ich auf dieses Hausmittelchen!

Nun zum Rezept:

– 500 ml Buttermilch oder Kefir (Im Kefir wurde der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt, weswegen er auch bei Hunden mit Milchunverträglichkeit gegeben werden kann, man soll dem Hund ja nicht noch zusätzlich Durchfall bescheren!)
– 2-3 EL Majoran
– 2-3 EL Thymian
– 2-3 El Oregano

Diese Zutaten werden zusammengefügt und müssen dann mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen – bestenfalls über Nacht ziehen lassen. Sowohl frische, wie auch getrocknete Kräuter sind möglich, da bei uns die getrocknete Variante sowieso einen festen Platz im Küchenschrank hat, benutze ich getrocknete Kräuter. Diese können (müssen aber nicht) am Ende aus der fertigen Kräuterbuttermilch herausgesiebt werden.

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Die Wirkung der einzelnen Kräuter ist wie folgt:
Majoran hilft gegen Husten, Blähungen und Koliken beim Hund. Auch bei  Asthma und Pollenallergie kann er helfen. Er wirkt Nerven- und Magen stärkend und regt die Blutzirkulation an.
Thymian wirkt antibiotisch und wird gegen Bakterien und Pilze eingesetzt. Er wirkt außerdem gut gegen Darmparasiten, besonders gegen Spul- und Fadenwürmer. Thymian wird auch bei Atemwegsinfektionen, Husten, Bronchitis und Asthma eingesetzt. Er wirkt Auswurf fördernd, schleimlösend und fiebersenkend.
Oregano hilft bei Atemwegsproblemen. Er wirkt schleimlösend, Auswurf fördernd, krampflösend, Nerven stärkend,  Verdauung fördernd , appetitanregend , desinfizierend, und entwässert den Körper. Er wird auch gegen Pilzbefall mit Candida albicans eingesetzt.
Buttermilch fügt dem Darm lebende Kulturen hinzu, welche zur Darmsanierung beitragen, dasselbe gilt für Kefir, falls der Hund Buttermilch nicht verträgt.

Die Kombination dieser vier Zutaten macht es aus, die Mischung aus antiparasitär, desinfizierend, stärkend und verdauungsfördernd sowie das zuführen von Darmkulturen macht es Giardien und Co. Schwer.

Die Kräuterbuttermilch wird kurweise gegeben, dabei unterscheidet man auch nochmal dazwischen, ob es akut ist  (Durchfall, geschwächter Darm nach Medikamentengabe oder Giardienbefall bzw. Verdacht auf solchen) oder ob es vorbeugend gegeben wird. In der akuten Phasen, dass heisst bei schwerem Durchfall und bei Parasitenbefall, gibt man 3 bis 4mal täglich bis zu 2 Esslöffel der Kräuterbuttermilch und ansonsten kein weiteres Futter. Nach der akuten Phase gibt man 2 Esslöffel zur Schonkost dazu. Dies macht man zu jeder Mahlzeit. Diese Dosierung kann man bis zu 3 Wochen beibehalten, so dass die Kur insgesamt einen Monat dauert. Bei Giardienbefall ist es zudem noch wichtig, dass das Tier Kohlenhydratfrei ernährt wird, da die Parasiten sich von Kohlenhydrate ernähren und man sie so aushungern kann.