Futterzusätze für den Hund Teil 2; Kollagen beziehungsweise Kollagenhydrolysat

Jetzt zum nächsten Zusatz: Kollagen! Passend zur Hagebutte! Hagebutten kennt ja eigentlich jeder, doch was ist Kollagen?


Kurz erklärt, Kollagene sind Strukturproteine, also Eiweiß-bildende Faserbündel, welche im Bindegewebe, den unelastischen Fasern von Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpeln zu finden sind. Heißt jeder, Mensch, Hund, Katze, hat von Natur aus Kollagen im Körper. Warum dann zu füttern? Kollagenmangel kann aus unterschiedlichen Gründen vorkommen, der Halter kann Schuld sein durch schlechte Ernährung des Hundes, das ist jedoch hierzulande meistens die Ausnahme. Häufiger tritt der Mangel aber durch den natürlichen Alterungsprozess auf, denn im Alter die Menge an Kollagen in den Knorpeln abgebaut wird. Hunde können leider Kollagen nicht selbst synthetisieren und sind deshalb darauf angewiesen, dieses über das Futter zubekommen. Beim barfen ist es maßgeblich in Knochen und Knorpel enthalten. Wer also ausgewogen barft und die auf seinen Hund abgestimmte Menge an Knochen und Knorpeln füttert, ist eigentlich auf der sicheren Seite.

Kollagen zufüttern wird hingegen unerlässlich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Bei altersbedingten Kollagenmangel baut der Knorpel zwischen den Gelenken ab, wodurch Knochen auf Knochen trifft und das Tier erhebliche Schmerzen hat. Zum Erhalt des Restknorpels und zum Aufbau muss dann erhöht Kollagen zugefüttert werden. Eine der häufigsten Gelenkerkrankungen ist die Arthrose. Minimum 20% aller Hunde leider schon im Mittleren Alter an der Erkrankung, hauptsächlich durch Fehlbelastung. Da sollte man zusätzlich Kollagenpulver ins Futter mischen. In Kombination mit Hagebutte wird der Schmerz schneller gelindert durch das hochdosierte Vitamin C. Dabei sollte das Verhältnis Kollagen zu Hagebutte 2:1 liegen.

Wie wirksam Kollagen ist wurde in verschiedenen nationalen und internationalen Studien bewiesen. Im Durschnitt nach 3 Monaten der Gabe von Kollagen hat sich der Lahmheitsgrad verringert. Die Hunde konnten besser aufstehen und Treppen steigen ohne die Belastung zu meiden. Die Dosierung ist 1 Gramm pro 5kg Körpergewicht pro Tag wobei 1 gestrichener Teelöffel circa 2 Gramm entspricht und 1 gehäufter Esslöffel entspricht circa 10 Gramm.