Das berühmte Grünlippmuschel-Pulver – Grünes Gold für den Hund? Hundefutter Zusätze Teil 3

Auch im neuen Jahr möchte ich damit weitermachen hier ein paar Hundefutter Zusätze vorzustellen und heute kommen wir wohl zu einem der bekanntesten Zusätze: Das Grünlippmuschel-Pulver!

Als Wundermittel angepriesen hat wahrscheinlich schon jeder Tierhalter von Grünlippmuschel gehört, doch was ist das grüne Pulver eigentlich? In erster Linie ist es natürlich eine Muschel, die tatsächlich grüne „Lippen“ hat, also am Rand der Schale eine grüne Färbung. Die Grünlippmuschel wird in Aquakulturen gezüchtet und ist vom Geschmack her, ähnlich der Miesmuschel. Für den Hund wird ein konzentriertes Pulver genutzt, dazu werden die Grünlippmuscheln aufgebrochen, d.h. die Schale entfernt, das Fleisch wird danach abzentrifugiert und gefrostet. Anschließend wird es zerkleinert und gefriergetrocknet.

Zur Geschichte der Grünlippmuschel gehört, dass seit mehr als 6.000 Jahren die Grünlippmuschel auf dem Speiseplan der Maoris in Neuseeland steht. Dort wurde die Muschel aufgrund ihrer schmerzlindernden und heilenden Wirkung genutzt. Forscher wollten die Grünlippmuschel zur Behandlung von Krebserkrankungen untersuchen, fanden dabei aber heraus, dass die kleine Muschel super Wirkstoffe für die Schmerzlinderung und als Entzündungshemmer hat. Dazu gehören Omega-3-Fettsäuren und Glykosaminoglykane. Diese wirken unterstützend für die Gelenkflüssigkeit, aber wozu?

Knorpel werden vom Gelenkflüssigkeit umschlossen. Diese gibt dem Knorpel Nährstoffe und wirkt wie Gleitgel für den Knorpel. Das ist wichtig, denn der Knorpel wirkt als Puffer in den Gelenken. In der Gelenkflüssigkeit befinden sich Glykosaminoglykane, die für die Konsistenz zuständig sind. Leidet der Hund unter Mangelerscheinungen hat der Hund Schmerzen und ist aufgrund dessen bewegungseingeschränkt. Auch im Alter baut sich die Gelenkflüssigkeit ab. Das gehört zu den üblichen Alters Wehwehchen die nicht nur beim Hund dazugehören, sondern auch die meisten Menschen kennen. Die kleine Muschel führt über die Ernährung Glykosaminoglykane in das Gelenk, aber denkt immer daran, was kaputt ist, wird durch die Muschel nicht heilen! Es verhindert nur, dass der Verschleiß schneller eintritt und es den Gelenken noch schlechter geht. Omega-3-Fettsäuren (das Gegenstück zu Omega-6-Fettsäuren übrigens) kümmern sich um die entzündlichen Prozesse im Gelenk und lindern die Schmerzen und ein hoher Calcium Anteil führt dazu, dass der Knochen in seiner Festigkeit unterstützt wird und ein wenig vom Verschleiß geschützt wird.

Soviel zur Wirkweise, aber wie dosiere ich die Muschel richtig? Grob kann man sagen, 0,5g Muschelpulver pro 10kg Hund. Im Idealfall 4 mal im Jahr als 6-8 wöchige Kur. Heißt 2 Monate geben, einen Monat pausieren und dann wieder von Vorne, Grünlippmuschel kann man in der Regel nicht überdosieren und kann auch dauerhaft gegeben werden. Je nach Hersteller und Reinheit des Pulvers kann es auch bei 1g pro 10kg Körpergewicht verabreicht werden.

Abraten würde ich, wenn der Hund an Gicht erkrankt ist! Die Grünlippmuschel kann die Ablagerung von Harnsäure bei Gicht leider steigern. Auch gibt es, wie bei jeden Produkt, vereinzelt allergische Reaktionen, dann bitte natürlich auch nicht füttern. Ansonsten ist die Grünlippmuschel der Allrounder und den Naturprodukten. Mit der Grünlippmuschel kann man in der Regel nichts falsch, aber viel Richtig machen!

Futterzusätze für den Hund Teil 2; Kollagen beziehungsweise Kollagenhydrolysat

Jetzt zum nächsten Zusatz: Kollagen! Passend zur Hagebutte! Hagebutten kennt ja eigentlich jeder, doch was ist Kollagen?


Kurz erklärt, Kollagene sind Strukturproteine, also Eiweiß-bildende Faserbündel, welche im Bindegewebe, den unelastischen Fasern von Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpeln zu finden sind. Heißt jeder, Mensch, Hund, Katze, hat von Natur aus Kollagen im Körper. Warum dann zu füttern? Kollagenmangel kann aus unterschiedlichen Gründen vorkommen, der Halter kann Schuld sein durch schlechte Ernährung des Hundes, das ist jedoch hierzulande meistens die Ausnahme. Häufiger tritt der Mangel aber durch den natürlichen Alterungsprozess auf, denn im Alter die Menge an Kollagen in den Knorpeln abgebaut wird. Hunde können leider Kollagen nicht selbst synthetisieren und sind deshalb darauf angewiesen, dieses über das Futter zubekommen. Beim barfen ist es maßgeblich in Knochen und Knorpel enthalten. Wer also ausgewogen barft und die auf seinen Hund abgestimmte Menge an Knochen und Knorpeln füttert, ist eigentlich auf der sicheren Seite.

Kollagen zufüttern wird hingegen unerlässlich bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Bei altersbedingten Kollagenmangel baut der Knorpel zwischen den Gelenken ab, wodurch Knochen auf Knochen trifft und das Tier erhebliche Schmerzen hat. Zum Erhalt des Restknorpels und zum Aufbau muss dann erhöht Kollagen zugefüttert werden. Eine der häufigsten Gelenkerkrankungen ist die Arthrose. Minimum 20% aller Hunde leider schon im Mittleren Alter an der Erkrankung, hauptsächlich durch Fehlbelastung. Da sollte man zusätzlich Kollagenpulver ins Futter mischen. In Kombination mit Hagebutte wird der Schmerz schneller gelindert durch das hochdosierte Vitamin C. Dabei sollte das Verhältnis Kollagen zu Hagebutte 2:1 liegen.

Wie wirksam Kollagen ist wurde in verschiedenen nationalen und internationalen Studien bewiesen. Im Durschnitt nach 3 Monaten der Gabe von Kollagen hat sich der Lahmheitsgrad verringert. Die Hunde konnten besser aufstehen und Treppen steigen ohne die Belastung zu meiden. Die Dosierung ist 1 Gramm pro 5kg Körpergewicht pro Tag wobei 1 gestrichener Teelöffel circa 2 Gramm entspricht und 1 gehäufter Esslöffel entspricht circa 10 Gramm.

Futterzusätze für den Hund Teil 1; Hagebutten

Es gibt vieles was man Hunden zusätzlich zum und ins Futter geben kann. Man blickt als Hundehalter schon gar nicht mehr durch, was man benötigt und wofür. Deswegen möchte ich nun regelmäßig einzelne Zusätze hier ausführlich vorstellen.

Heute beginnen wir mit Hagebutten. Viel besungen indem bekannten Volks- und Kinderlied „Ein Männlein steht im Walde“, ist die Hagebutte nicht nur eine hübsche Pflanze, aus der so manche Kinder Juckpulver hergestellt haben, sondern auch eine Pflanze mit großer Wirkung.

Hagebutten sind ein altbekanntes Naturheilmittel. Diese kleine Pflanze ist voller Vitamine, A, B1, B2, B3 (Niacin), B6, B9 (Folacin), E und Vitamin K und vor allem Vitamin C sind enthalten, dabei ist der Vitamin C Gehalt höher als in Zitrusfrüchten. Zusätzlich zu den Vitaminen ist auch Kalzium enthalten. Jedes Kind weiß, dass Vitamin C gut für das Immunsystem ist, nicht nur beim Mensch, sondern auch bei unseren Vierbeinern. Auch wirken Hagebutten entzündungshemmend und antibiotisch, natürlich nur im Maße, wie die meisten Naturheilmittel. Ich verordne gerne Hagebutten bei Struvit, denn der hohe Vitamin C Gehalt und die Schalen der Pflanzen sind harntreibend und verändern den PH-Gehalt des Urins. Eine ideale Kombi zur Unterstützung von Blasenerkrankungen. Und die kleine, rote Pflanze kann noch mehr! Denn auch bei Gelenkprobleme und Arthrose kann sie helfen. Das liegt an der entzündungshemmenden und antioxidantischen Wirkung der Hagebutte.

Ihr seht die Hagebutte ist ein Allrounder! Und nicht nur das, sie ist vor allem ein reines Naturprodukt und es sind bisher keine Nebenwirkungen bekannt. Die Dosierung und die Fütterung ist auch simpel, doch es kommt auf die Darreichungsform an! Am geläufigsten ist wohl das Hagebuttenpulver, man kann jedoch auch Paste selber herstellen und verfüttern. Ich nutze – aus Bequemlichkeit ich gebe es zu – das Pulver, kaufe es online oder im Barfshop meines Vertrauens. Da viele meiner Leser aber wirklich gerne sowas selber herstellen, scheut euch nicht und macht ruhig Mus (und postet gerne auch ein Foto davon hier drunter 😉). Dosierung ist wie folgt: Hunde unter 5 kg 1 TL, Hunde bis 15 kg 1 EL, Hunde bis 30 kg 1-2 EL und darüber 2-4 EL täglich. Beim Einsatz von Hagebuttenmus beträgt die Dosierung maximal 1 TL/Tag.

Das schönste Corporate Design auf dem Hundefuttermarkt…

…stammt aus Österreich. Dogs Love sollte allein schon menschlich betrachtet einem Award für Produktgestaltung erhalten, zumindest war ich hellauf begeistert, als ich das Probierpaket öffnete. Jede Dose hat ein komplett individuelles Design, auch farblich perfekt zu unterscheiden, aber hier soll es ja nicht um die äußere Gestaltung gehen – auch wenn das Auge, besonders des Dosenöffners, bekanntlich mitentscheiden- sondern vor allem um den Inhalt!

Getestet wurde das Probierpaket von Dogs Love (hier zu finden: https://www.dogslove.com/shop/testbox). Darin zu finden sind 6 Dosen und ein Tütchen Trockenfutter. Beginnen wir mit dem Trockenfutter:

Da es nur ein kleines Tütchen ist, konnte ich nicht die Verträglichkeit testen, jedoch aber ob es den Hunden geschmeckt hat. Genutzt hab ich das Trockenfutter beim Training. Die Kroketten haben eine super Größe und wurden von meinen Hunden auch klasse angenommen. Wir hatten die Geschmacksrichtung Ente. Die Zusammensetzung ist sehr gut, natürlich Getreidefrei und als Kohlenhydratanteil ist Süsskartoffel verarbeitet, was das ganze auch für Allergiker geeignet macht. Die Verpackung ist eine Papiertüte, großes Lob an Dogs Love das umweltgerechte Verpacken!

Jetzt aber zum für mich Wichtigen, dem Nassfutter! Zwei Dosen bekam der Hund der gebarft wird und vier Dosen unsere Hündin, die rohes Fleisch anschaut als würde man sie vergiften wollen.

Dose Nummer 1: Bio Greens | BARF Ergänzungsnahrung mit frischem Bio-Gemüse und Bio-Obst, komplett vegan. Wie der Name schon sagt, es ist kein Alleinfuttermittel! Diese Dose mischt man mit der Barf Dose oder allgemein auch mit normalen Rohfutter. Super Sache! Ist wie Gemüse Babygläschen nur für Hunde. Sollte jeder Barfer eigentlich im Haus haben, manchmal ist man nunmal auch zu faul zum pürieren und schnibbeln, kennt glaub ich jeder und dafür sind die Bio Greens Dosen eine ideale Alternative!

Passend dazu Dose Nummer 2: BARF PUTE PUR | ERGÄNZUNGSNAHRUNG Fleisch pur, getreidefrei. Ohne Gemüse darf man es nicht Alleinfutter nennen, die Preyer werden jetzt aufschreien, so will es aber das Gesetz. Gemischt habe ich es mit den Bio Greens. Eine gute Alternative für den Urlaub für alle Barfer. Knochen sind nicht im Futter enthalten, deswegen musste ich Kalzium zu füttern, aber das geht super über Snacks. Geschmeckt hat es dem Vierbeiner auch! Besonders für Wohnwagen Urlauber eine Überlegung wert.

Dose Nummer 3: Jetzt endlich das Alleinfutter beginnend mit Adult Rind. Das Futter ist wie das Trockenfutter Getreidefrei! Ganz wichtig, ansonsten ist Rind 55 % (Rindfleisch 28 %, Rinderherz 20 %, Rinderleber 7 %), Karotten 11 %, Zucchini 8 %, Blattspinat 8 %, Äpfel 7 % enthalten. Für die menschliche Nase riecht es angenehm, die Konsistenz ist fest, was dafür spricht, dass kaum Flüssigkeit genutzt wurde. Flüssigkeit wird oft zum Strecken der Anteile genutzt, hier kann man also davon ausgehen, dass drin ist was draufsteht!

Genauso ist es bei den Dosen 4 und 5. Adult Wild und Adult Lamm haben eine genauso gute getreidefreie Zusammensetzung, Geruch Konsistenz sprechen für eine sehr gute Qualität. Alle Dosen hat meine Hündin ratzfatz leer gefressen, super vertragen, es gab wenig Output, wie man so schön sagt, was eine hohe Verwertbarkeit bedeutet.

Die letzte Dose möchte ich nun besonders hervorheben. Nicht nur dass Dogs Love ein wunderschönes Design hat, die Firma handelt auch nachhaltig. Zusätzlich zu den normalen Dosen, bietet Dogs Love auch Bio Dosen an. Wir hatten in unserem Paket Bio Huhn. Diese Dosen zeichnen sich damit aus, dass der komplette Inhalt aus biologischem Anbau und aus artgerechter Haltung stammen. Wirklich empfehlens- und unterstützenswert! Unsere Vierbeiner sind nunmal Carnivore, sie brauchen Fleisch für eine gesunde Ernährung, doch warum sollten andere Tiere für unsere Haustiere „leiden“? Dagegen hat sich auch Dogs Love entschieden und diese Bio Dosen auf den Markt gebracht. Eine wirklich richtig gute Sache!

Wenn ihr euch selbst einmal die Produkte anschauen möchtet, schaut mal auf der Homepage vorbei, es gibt nämlich auch Katzenfutter 😉

https://www.dogslove.com/

Wie sieht gesunder Kot aus?

Welche Farbe passt am Besten? Was sagt die Farbe über die Gesundheit aus? Die kleine Farbenlehre des Hundekots!

Des Hundehalters liebstes Thema: Der Stuhlgang! Nicht nur Tine Wittler redet gern über Farben, auf jedem Hundeplatz wird auch darüber gesprochen. Nur dabei handelt es sich nicht über den nächsten Deko-Artikel, oder der neue Couchgarnitur, noch nicht einmal über die neue Leine und das dazu passende Halsband wird so intensiv besprochen, wie die Farbe des heutigen Stuhlgangs! (Stuhlgang ist übrigens von der Sinnhaftigkeit des Wortes absolut nicht auf den Hund übertragbar, oder geht ihr Hund zum sich erleichtern auf einen Stuhl?!)

Was ich hier ein wenig überspitzt darstelle, hat leider Einzug in alle Hundehaushalte genommen. Man diagnostiziert jegliche Krankheiten am Kot. Doch so einfach ist das alles nicht! Was man wirklich alles an der Farbe erkennen kann und wann es bedenklich wird, versuche ich hier einmal zu erläutern.

Brauner Kot: Unbedenklich! Absolut normale Farbe! Fast jeder Braunton ist erlaubt.

Hier einmal eine Farbpalette der Farbe Braun, welche ich als absolut gefahrenfrei einstufen würde. Von hell bis dunkel und sogar ein leichter gründlich, welcher oft bei Pansenfütterung zu sehen ist, ist alles dabei. Wenn Form und Konsistenz nicht äußerst ungewöhnlich erscheinen, würde ich persönlich mir keine Gedanken machen. Doch warum ist gesunder Kot braun?

Die Leber baut Hämoglobin ab, diese Farbstoffe werden dann in der Galle gespeichert und schliesslich mit dem Kot ausgeschieden. Die Gallenfarbstoffe, das grünliche Biliverdin und das gelblich-rote Bilirubin, ergeben, wie jedes Kind im Kunstunterricht gelernt hat, die typisch braune Farbe.

Die Barfer werden es kennen: grüner Kot. Beim barfen eigentlich ganz normal, denn grüner Kot tritt auf, wenn der Hund viel Gras und grünes (Blatt-)Gemüse gefressen hat. Auch bei Pansen und Blättermagen Fütterung kommt es häufig zu grünem Kot, eigentlich also nichts bedenkliches. Sollte die grüne Farbe aber ohne jede Fütterung von Pflanzenstoffen über mehrere Tage hinweg auftreten, könnte das auf eine Fehlfunktion der Gallenblase hindeuten und sollte vom Tierarzt untersucht werden.

Auch die Farbe ist wohl den meisten Barfern bekannt. Knochenkot ist weiß. Wie der Name schon sagt, tritt Knochenkot auf, wenn man zu viel Knochen gefüttert hat. Es ist nicht bedenklich, jedoch sehr unangenehm für den Hund. Man sollte also schon darauf achten, dass das nicht zu häufig auftritt, dem Hund bereitet es nämlich Schmerzen.

Gelber oder orangefarbener Kot kann sowohl bedenklich, wie auch unbedenklich sein. Während einer Futterumstellung kann das mal vorkommen, auch bei zu hohem Fettgehalt kann der Kot mal gelblich sein. Sollte das jedoch unabhängig vom Futter und regelmäßig beziehungsweise häufiger auftreten, sollte man dringend mit seinem Tier zum Arzt gehen. Ein gelber oder orangefarbener Kot kann auf Leber oder Gallen Probleme hindeuten.

Schwarzer beziehungsweise teerfarbener Kot ist definitiv bedenklich! Ein solch dunkler Kot, auch Meläna genannt, deutet auf Blut im oberen Verdauungssystem hin. Das Blut kann schon vom Maul, der Speiseröhre, oder dem Magen stammen, denn die dunkle Färbung deutet daraufhin, dass das Blut mit verdaut wurde. Man sollte bei schwarzen Kot auf jedenfall einen Tierarzt aufsuchen, um innere Verletzungen ausschließen zu können.

Roter Kot kann auch wiederum beides sein, bedenklich und unbedenklich. Wenn man zum Beispiel Futter verfüttert mit vielen roten Farbstoffen, wie Rote Beete zum Beispiel, ist roter Stuhl normal. Sollte das nicht der Fall sein deutet das auf eine Blutung im Darmtrakt hin. Wenn der Kot komplett blutig ist sollte jedem auch ohne diesem Text klar sein, dass man mit seinem Haustier zum Tierarzt fahren sollte.

Als letztes gibt es noch die Kategorie Stuhl mit auffälligen Veränderungen. Dazu gehören unter anderem weiße Punkte. Weiß Punkte sind in den meisten Fällen ein ziemlich sicheres Indiz für einen Wurmbefall. Für weitere Infos über Parasiten verweise ich gerne auf den Beitrag über Darmparasiten, allgemein sollte dann aber eine Wurmkur Abhilfe schaffen.

Als letztes gibt es noch Kot mit roten Schlieren, diese sind meistens Blut. Rote Schlieren deuten auf frisches Blut im hinteren Darmbereich hin, was bedeutet das meistens nur eine Ader geplatzt ist. Häufig tritt es zusammen mit und unmittelbar nach Durchfallerkrankungen auf. Für weitere Infos gibt es auch hierzu den detaillierten Beitrag über blutigen Kot.

Würmer bei Hund und Katze

Ein weißer Faden im Kot. Die Hauskatze erbricht hellgelbe Eier. Oh Schreck, ihr Hund oder Katze hat Würmer! Und das obwohl die Tiere alle 3 Monate eine Wurmkur erhalten und die Katze gar nicht vor die Türe geht! Wie kann das sein? Panik macht sich breit, wie schädlich ist das für ihr Tier? Und für den Menschen?!

Dieser Bericht soll ein wenig über die verschiedenen Parasiten-Arten aufklären. Ganz allgemein: jedes Lebewesen hat Parasiten in sich, man unterscheidet dabei grob in zwei Kategorien; symbiotische Parasiten und schädliche Parasiten. Würmer gehören zur zweiten Art, da sie für den Wirt keinen Nutzen bringen. Der Parasit findet auf verschiedenen Wegen in den Wirt, durch die Eier welche Draußen in der Umwelt aufgenommen wurden, oder auch durch Verzehr von ungewaschenem Obst und Gemüse. Oft denke ich dabei immer an die Hundehalter die hektisch Pfui rufend und an der Leine zerrend den Hund von einem Kothaufen wegziehen. Ja Wurmeier werden über den Kot ausgeschieden, die Eier sind aber selbst dann noch in der Umwelt, wenn der Kot sich schon lange zersetzt hat. Es bringt also nichts den Hund von einem Kothaufen wegzuziehen. Zumal man auch immer daran denken muss, dass wir die Parasiten selbst mit ins Haus bringen. Jeder Schritt draußen, könnte potentiell Wurmeier auf unseren Schuhsohlen transportieren. Deswegen können sich sogar reine Hauskatzen noch einfacher Würmer einfangen als Hunde und Freigänger. Da wir die Eier mit ins Haus bringen und unserer reinen Hauskatzen ein anderes, meist schwächeres Immunsystem haben, als Hunde und Freigänger, sind auch Hauskatzen häufig Wirtstiere für die Parasiten. Deswegen keine Panik und Hektik beim spazieren gehen, im Falle des Falles lässt sich der Befall sowieso kaum vermeiden.

Aus diesem Grunde raten Tierärzte ganz oft zu einer regelmässigen Wurmkur im Abstand von 3 Monaten. Meiner Meinung nach völliger Schwachsinn, denn es ist bewiesen, dass diese Kuren nicht präventiv wirken, sondern die Darmflora durch die Chemie angreifen und das Tier sich schon einen Tag nach der Medikamentengabe noch einfacher wieder mit Würmern anstecken könnte. Deswegen rate ich dazu bei Verdacht, oder im regelmäßigen Abstand Kotproben untersuchen zu lassen. (Fun Fact: Innerhalb 6 Jahren habe ich 3 Kotproben von meinen beiden Hunden untersuchen lassen und jedes Mal waren die Ergebnisse ohne Befund, rechnerisch wären das also 24 unnötige Wurmkuren pro Hund gewesen!)

Doch was für Würmer können unsere Tiere überhaupt befallen?

1. Der Lungenwurm (Aelurostrongylus abstrusus) dieser Wurm wird bis zu 18mm groß und ist somit schwer mir dem bloßen Auge zu erkennen. Der Parasit befällt Luftröhre, Bronchien, Lungenbläschen und die großen Herzgefäßen von Vierbeinern. Dabei benutzt der Lungenwurm oft einen Zwischenwirt um in den Vierbeiner zu gelangen. Dieser Zwischenwirt sind meistens Schnecken, welche zwar im Regelfall nicht von unseren Vierbeinern gefressen werden, aber oft unbemerkt mit Grashalmen, Mäusen und Vögeln, letztere insbesondere bei Freigängern, aufgenommen werden.
Die Infektion kann mitunter Symptomfrei verlaufen, häufiger ist es jedoch, dass betroffene Tiere Niesen, Nasenausfluss und chronischem Husten sowie Atemnot zeigen, dabei gilt: Je schlimmer der Befall, desto schlimmer sind auch die Symptome! Unbehandelt können Lungenwürmer sogar zum Tod führen, auch kann der Atmungstrakt nachhaltig geschädigt werden. Tückisch ist dabei, dass die Symptome anderen Krankheiten wie Zwingerhusten oder Katzen-Asthma ähneln.
Bei Atembeschwerden kann man auch Lungenwürmer über eine Kotprobe diagnostizieren. Bei Befall hilft nur der Gang zum Arzt und kann durch eine Wurmbehandlung mit speziellen Medikamenten bekämpft werden.

2. Der Spulwurm (Toxocara spp) kann bis zu 35cm lang werden. Hundespulwurm (Toxocara canis), Katzenspulwurm (Toxocara cati) und Toxascaris leonina, der Hund und Katze befällt, gehören zu den häufigsten Wurmparasiten. Sie können auch Menschen, kleine Säugetiere, Füchse und Vögel befallen. Die enorme Verbreitung liegt daran, dass der Spulwurm Unmengen von Eiern produziert. Bis zu 200000 Eier die dazu auch noch sehr beständig sind, die Eier werden über den Kot ausgeschieden und können jahrelang im Boden infektiös bleiben. Die Larven sind so hartnäckig, dass sie sogar Ungeborene Welpen und Kitten im der Gebärmutter der Mutter infizieren können.
Bei geringem Befall kommt es meist zu keinerlei Symptomen. Dagegen kann ein starker Wurmbefall gerade bei Welpen und Kitten zu Durchfall, Erbrechen, Verstopfung bis zu Blutarmut, Appetitlosigkeit und Apathie führen. Bei schwerem Befall bekommen die Tiere aufgeblähte Bäuche.
Spulwürmer sind so hartnäckig, weil sie unterschiedliche Organe befallen können. Würmer werden über den Kot ausgeschieden, das Wirtstier nimmt die Eier auf, die dabei genau genommen schon in einem Larvenstadium sind, welche sich durch den Dünndarm in die Darmwand bohren und dann über den Blutkreislauf verschiedene Organe befällt.
Auch der Spulwurm kann über dem Kot diagnostiziert werden, kann aber auch ausgehustet und so gefunden werden. Bei Befall muss auch der Tierarzt aufgesucht werden.

3. Der Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) ist der bei Hunden auf häufigsten auftretenden Bandwurm, nur gelegentlich tritt der Gurkenkernbandwurm auch bei Katzen auf. Zwischenwirte sind Flöhe und Läuse, so werden die Wurmeier vom Zwischenwirt aufgenommen und gelangen dann durch beispielsweise Flohbefall in den Endwirt. Die Larven des Gurkenkernbandwurms entwickeln sich innerhalb 20 Tage im Wirt zum adulten Wurm, welcher dann zwischen 10 und 70cm lang und circa 3mm breit ist. Die Übertragung zwischen den Endwirten findet über Flöhe statt, welche sich von Hund zu Hund weiterverbreiten.
Die ersten Symptome sind mit dem Kot ausgeschiedene, tote Segmente welche bis zu 1cm groß werden können. Wenn solche im Kot sichtbar sind, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

4. Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist der in unserem Breitengraden am häufigste auftretende Bandwurm. Dieser ist nur 1-2mm groß. Man schätzt, dass bis zu 80% der Füchse in Deutschland mit dem Fuchsbandwurm infiziert sind. Das Besondere des Fuchsbandwurms ist, dass er nicht nur Mäuse und andere Nagetiere als Zwischenwirt nutzt, sondern auch den Menschen. Der Mensch kann dadurch eine schwere Erkrankung bekommen, die Alveoläre Echinokokkose, welche meldepflichtig ist. Man weiß jedoch nicht, wodurch diese Erkrankung begünstigt wird.
Die mit dem Kot des Fuchses ausgeschiedenen Wurmeier (bis zu 100000 pro Tag) werden z. B. von Nagetieren wie Mäusen aufgenommen. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, die in die Leber der Zwischenwirte gelangen. Infizierte Hunde und Katzen zeigen in der Regel selbst keine Krankheitssymptome, können aber Ansteckungsquelle für den Menschen sein.

Für den Menschen gilt, regelmäßiges Hände waschen verringert das Risiko. Für unsere Haustiere gilt regelmäßige Kotproben geben Sicherheit und wenn doch ein Befall stattfinden sollte, sollte das Tier beim Tierarzt vorstellig werden, um schlimmeres zu vermeiden.

Chia Samen – Superfood auch für Tiere?!

Seit einiger Zeit sind Chia Samen der Trend in der gesunden Ernährung bei uns Menschen. Überall ist dieses als Nährstoffbombe bekannteste Superfood zu finden, es soll angeblich bei Krankheiten wie Krebs, Demenz, Schlaganfall, Herzinfarkt und Arthrose helfen, doch gelten diese positiven Eigenschaften auch für unsere Fellnasen? Kann man Chia Samen auch Hunden und Katzen füttern, um ihnen damit gutes zutun?

Leider gibt es noch keine repräsentativen Studien zum Thema Chia Samen und deren positiver Wirkung, weder für Menschen und erst recht nicht im Teilbereich, deswegen beginne ich erst einmal damit zu erklären, was diese kleinen Nährstoffbomben eigentlich sind, wozu sie von Nutzen sein könnten und woher sie eigentlich kommen.

Die Chia Pflanze ist eine aus Mexiko und Zentralamerika stammenden Salbei Pflanze. In der vorspanischen Zeit, zum Beispiel in der Zeit der Azteken, war Chia zusammen mit Mais das am häufigsten angebaute Grundnahrungsmittel und wurde ausser als Nahrungsmittel, noch zu medizinischen Zwecken und zur Ölgewinnung eingesetzt. Zur Ernährung wurden die Samen ganz, gemahlen, als Samenschleim und Öl genutzt. Gängig war es die Samen zu rösten und zu einem Mehl zu verarbeiten. Dieser vielfältige Nutzen geriet jedoch in Vergessenheit, bis 1997 der Sportler Christopher McDougall das Buch Born to Run veröffentlichte und den modernen Chia-Boom damit auslöste. Soviel zum geschichtlichen Aspekts des Superfoods.
Ernährungsphysiologisch ist die Chia Pflanze genauso interesant, wie ihre geschichtliche Herkunft. Chiasamen enthalten bis zu 38 % Fette, aufgeschlüsselt in 60% Omega-3-
-, 20 % Omega-6-, 6 % Omega-9- und 9 % gesättigte Fettsäuren. Dazu noch 18 % – 23 % Proteine, circa 40 % Kohlenhydrate und die Vitamine A, Niacin, Thiamin, Riboflavin undFolsäure. Außerdem sind die Mineralstoffe Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink und Kupfer, sowie Antioxidantien enthalten. Chiasamen enthalten nur wenig Natrium. Der Rest sind Ballaststoffe, die in Wasser schleimig werden. Diese schleimige Konsistenz ist eine Polysaccharidschicht. Als Superfood wird Chia übrigens bezeichnet, weil die Samen verhältnismäßig mehr Nährstoffe beinhalten, als andere Lebensmittel. Das alles steckt in den kleinen Samen, die wir in unserem Frühstücksmüsli zu uns nehmen, doch wie wirkt das auf unsere Gesundheit und was davon hat einen Nutzen für unsere vierbeinigen Kameraden?

Wie anfangs schon erwähnt ist die medizinische Wirkung noch nicht durch repräsentative Studien bewiesen worden, was man jedoch schon zweifelsfrei beim Menschen feststellen konnte ist, dass Chia Samen beim abnehmen helfen, da sie quellen und wie Ballaststoffe wirken und so ein Sättigungsgefühl vermitteln und stopfend wirken können. Vom gesundheitlichen Aspekt kann man Chia Samen jedoch mit Leinsamen und deren positiver Wirkung gleichsetzen. Das bedeutet, das Chia Samen eine durchaus gesundheitsfördernde Wirkung haben, diese aber bei weitem nicht das verspricht, was man diesem Superfood nachsagt.

Was bedeutet das nun für unsere Vierbeiner? Das wichtigste vorweg: Chia Samen sind nicht schädlich, sondern durchaus bekömmlich für Hunde und Katzen. Hunde und Katzen fressen auch in der Natur Gräser und Samen und können diese deshalb problemlos verdauen, nichtsdestotrotz muss man im Hinterkopf behalten das Tiere einen komplett anderen Nährstoffbedarf haben, wie wir und deswegen Chia Samen anders verwerten. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen wirkt gut auf den Darm, was aber wirklich gut für die Tiere ist, ist der hohe Anteil der verschiedenen Fettsäuren. Diese wirken positiv auf das Immunsystem, sind exzellente Energiespender und helfen dabei Abfallstoffe und Gifte aus den Zellen heraus- und frische Nährstoffe in die Zellen hinein zu transportieren. Diese Wirkung erzielt man jedoch auch mit anderen Lebensmitteln, welche die Fettsäuren enthalten.

Mein Fazit deshalb: Natürlich kann man seinen Tieren Chia Samen füttern, diese sind durchaus gesund, jedoch sollte man dieser Pflanze keine Superkräfte zu sprechen. Man kann Chia Samen gerne mal als Alternative zu Leinöl oder Lachsöl geben und etwas Abwechslung in die tierische Ernährung bringen, aber ansonsten packen Sie die Samen besser weiterhin in Ihr Müsli!

Die Moro’sche Möhrensuppe – das Allroundtalent unter den Nahrungsmitteln

​Durchfall bei unseren Vierbeinern kann leider durch alles mögliche ausgelöst werden, von der einfachen Magen-Darm-Verstimmung, bishin zur Vergiftung kann sich alles durch dünnen Kot äußern. Wenn man eine Vergiftung ausschließen kann, sollte man als erste Handlung bei Durchfall das Tier 24 Stunden hungern lassen und dann dem Tier Schonkost füttern. Obwohl viele Tierärzte immernoch zu Reis und Hüttenkäse raten, ist mein Ratschlag als erste Nahrung bei Durchfall die Moro’sche Möhrensuppe! Das Rezept sollte zu jeder Erste-Hilfe Ausrüstung dazugehören. 
Der geschichtliche Hintergrund dieser Suppe ist folgender:
Die Moro’sche Möhrensuppe bekam ihren Namen von ihrem Erfinder dem Pädiater Ernst Moro, welcher von 1874 bis 1951 lebte. Ernst Moro forschte unter anderem an Keimarmut im Dünndarm, der stärkere bakterizide Eigenschaften im Blut von gestillten Kindern, einer Beschreibung von bestimmten Bauchschmerzen bei Kindern als „Nabelkoliken“, die „Moro-Probe“ – einem perkutanen Tuberkulin-Test und der Beschreibung des ersten Trimenons und des Moro-Reflexes. Ernst Moro fand in seiner Zeit heraus, dass Karotten eine antibiotische Wirkung haben.
Im Jahre 1908 kam dann die Moro’sche Möhrensuppe erstmals zum Einsatz. Ernst Moro nutzte die Suppe in einer Kinderklinik, nachdem dort mehrere Kinder aufgrund von starkem Durchfall starben. Schnell stellte sich heraus, dass es den Kindern nach Aufnahme der Suppe besser ging, die Sterberate ging zurück und alles Dank der Suppe, doch warum ist das so?

Wirkung der Suppe:
Durchfall entsteht, wenn Bakterien oder Viren in den Darm kommen, diesen besiedeln und dann dort Giftstoffe freisetzen. Damit das geschieht, müssen die Erreger sich an das Organ anheften. Das Kohlenhydrat der Oligogalakturonsäuren, heften sich genau wie die Viren und Bakterien an dieselben Rezeptoren. In Karotten ist das Molekül vorhanden, wird jedoch erst durch
längeres Kochen freigesetzt, weshalb man Karotten nicht einfach so füttern kann.

Rezept:
500 g (geschälte oder grob zerkleinerte) Karotten mit 1 Liter Wasser mindestens 1 ½ Stunden kochen lassen das Ziel ist es bestimmte Zuckermoleküle, sogenannte Oligosaccharide in den Möhren zu erzeugen was nur während der langen Kochzeit geschieht, dabei immer wieder Wasserstand kontrollieren und ggf. etwas Wasser nachgießen. Die Karotten dann pürieren, durch ein Sieb drücken oder stampfen. Um so feiner püriert wird – um so besser kommen die Oligosaccharide an die Darmwand. Dann die Suppe wieder mit Wasser auf 1 Liter auffüllen. 1 TL Salz dazu geben. Bitte bei Nieren Erkrankungen den Tierarzt fragen, ob auf das Salz verzichtet werden kann.

Dareichungsform:
Die Suppe sollte 3 bis 4 mal am Tag in kleinen Portionen verfüttert werden. Gegebenenfalls kann man gekochtes Hühnerfleisch dazugeben. Es sollte nichts anderes verfüttert werden. Nach circa 2 Tagen sollte eine Besserung auftreten, falls nicht sollte man den Tierarzt aufsuchen.

Tipp:
Persönlich koche ich die Suppe auf Vorrat und friere sie dann ein, so hat man im Notfall immer welche zur Hand!

Kräuterbuttermilch – die natürliche Wurmkur

Die Kräuterbuttermilch gehört für mich definitiv zu den Rezepten die jeder Hundehalter kennen MUSS! Kräuterbuttermilch stärkt die Darmflora und macht Parasiten das Leben schwer, sogar die allseits gefürchteten Giardien finden diesen Alleskönner unangenehm, so wird besonders unter den Tierheilpraktikern und Ernährungsberatern die Kräuterbuttermilch als Alternative zu Panacur und anderen Antibiotika gehandelt.

image

Jedes Kraut hat seine Wirkung – so auch die in der Kräuterbuttermilch enthaltenden. Die Kräuterbuttermilch soll Parasiten dezimieren und gleichzeitig die Darmflora stärken, denn ein Hund mit gesunder Darmflora und guten Immunsystem kann Parasitenbefall eigentlich ganz gut alleine in Schach halten. Auch rate ich dazu die Milch kurweise nach Medikamentengabe zu verabreichen um einen gegebenenfalls geschwächten oder geschädigten Magen-Darm Trakt wieder fit zu kriegen, besonders nach Wurmkuren schwöre ich auf dieses Hausmittelchen!

Nun zum Rezept:

– 500 ml Buttermilch oder Kefir (Im Kefir wurde der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt, weswegen er auch bei Hunden mit Milchunverträglichkeit gegeben werden kann, man soll dem Hund ja nicht noch zusätzlich Durchfall bescheren!)
– 2-3 EL Majoran
– 2-3 EL Thymian
– 2-3 El Oregano

Diese Zutaten werden zusammengefügt und müssen dann mehrere Stunden im Kühlschrank ziehen – bestenfalls über Nacht ziehen lassen. Sowohl frische, wie auch getrocknete Kräuter sind möglich, da bei uns die getrocknete Variante sowieso einen festen Platz im Küchenschrank hat, benutze ich getrocknete Kräuter. Diese können (müssen aber nicht) am Ende aus der fertigen Kräuterbuttermilch herausgesiebt werden.

image

Die Wirkung der einzelnen Kräuter ist wie folgt:
Majoran hilft gegen Husten, Blähungen und Koliken beim Hund. Auch bei  Asthma und Pollenallergie kann er helfen. Er wirkt Nerven- und Magen stärkend und regt die Blutzirkulation an.
Thymian wirkt antibiotisch und wird gegen Bakterien und Pilze eingesetzt. Er wirkt außerdem gut gegen Darmparasiten, besonders gegen Spul- und Fadenwürmer. Thymian wird auch bei Atemwegsinfektionen, Husten, Bronchitis und Asthma eingesetzt. Er wirkt Auswurf fördernd, schleimlösend und fiebersenkend.
Oregano hilft bei Atemwegsproblemen. Er wirkt schleimlösend, Auswurf fördernd, krampflösend, Nerven stärkend,  Verdauung fördernd , appetitanregend , desinfizierend, und entwässert den Körper. Er wird auch gegen Pilzbefall mit Candida albicans eingesetzt.
Buttermilch fügt dem Darm lebende Kulturen hinzu, welche zur Darmsanierung beitragen, dasselbe gilt für Kefir, falls der Hund Buttermilch nicht verträgt.

Die Kombination dieser vier Zutaten macht es aus, die Mischung aus antiparasitär, desinfizierend, stärkend und verdauungsfördernd sowie das zuführen von Darmkulturen macht es Giardien und Co. Schwer.

Die Kräuterbuttermilch wird kurweise gegeben, dabei unterscheidet man auch nochmal dazwischen, ob es akut ist  (Durchfall, geschwächter Darm nach Medikamentengabe oder Giardienbefall bzw. Verdacht auf solchen) oder ob es vorbeugend gegeben wird. In der akuten Phasen, dass heisst bei schwerem Durchfall und bei Parasitenbefall, gibt man 3 bis 4mal täglich bis zu 2 Esslöffel der Kräuterbuttermilch und ansonsten kein weiteres Futter. Nach der akuten Phase gibt man 2 Esslöffel zur Schonkost dazu. Dies macht man zu jeder Mahlzeit. Diese Dosierung kann man bis zu 3 Wochen beibehalten, so dass die Kur insgesamt einen Monat dauert. Bei Giardienbefall ist es zudem noch wichtig, dass das Tier Kohlenhydratfrei ernährt wird, da die Parasiten sich von Kohlenhydrate ernähren und man sie so aushungern kann.

Warum Entgiftung beim Hund wichtig ist?!

Eine Kundin rief aufgeregt an, ihr Hund hätte grünen Stuhlgang. Ich dachte dabei an nichts schlimmes, fragte ob das Tier grünen Pansen, viel grünes Gemüse oder ähnliches zu sich genommen hat, vor meinem inneren Auge ein Bild von grünlich gefärbten Kot, den die meisten Hunde schon einmal hatten. Die Kundin verneinte und schickte mir ein Foto des Häufchens, was ich auf dem Foto sah brachte mich sehr zum schmunzeln, grün war nämlich wirklich Grün und nicht grünlich oder ähnliches, der Kot des Hundes erinnerte stark an Knete und so musste ich dann bei der Besitzerin noch einmal genauer nachhaken: was hatte der Hund gefressen. Und so zählte die Besitzerin auf, morgens bekam der Hund sein „Frühstück“ Leberwurst und Zwieback, ungewöhnlich aber definitiv nicht grün, also weiter im Text. Mittags bekam der Hund was zum kauen, Ochsenziemer, gut das kann es auch nicht gewesen sein. Abends gab es dann seine Ration Futter, da ich die Kundin schon kannte und wusste was sie füttert, wusste ich auch dass die Futterration den Kot nicht grün färben konnte und nachdem Futter bekam Bello noch eine vegetarischen Kauknochen, den hatte die Tochter dem Hund geschenkt, da sie selbst Vegetarierin ist. Bei diesem Satz war mir relativ klar, warum der Kot auffällig grün war, denn die ersten vegetarischen Kauknochen die mir in den Sinn kamen, sind wirklich giftgrün. Es waren natürlich die Sorte Leckerlis die ich vermutete und deswegen dieser kleine Bericht: 

Industriell gefertigtes Hundefutter und Leckerlis enthalten oft viele chemische Zusätze, egal ob vegetarisch oder nicht, ob mit Getreide oder Zucker, oder ohne dessen, werden die meisten Sachen mit Konservierungs-, Lock- und Farbstoffen zugesetzt. Warum ich den vegetarische Kauartikel explizit erwähne liegt daran, dass die meisten Hunde über den Geruch entscheiden was sie fressen und was nicht, umso mehr es stinkt umso besser, auch wird oftmals Futter mit hohem Rohfaser- oder Rohascheanteil eher verschmäht als anders, beides ist besonders bei vegetarischen Futter zu finden, viele Lockstoffe bei einen hohen Rohfaseranteil, damit der Hund es trotzdem liebend gerne frisst. Chemie egal ob für Mensch oder Tier ist in den meisten Fällen ungesund. Diese chemischen Zusätze werden oftmals nicht verwertet und lagern sich in Hund ab, so geschehen im oben genannten Beispiel, die im Kauknochen grünen Farbstoffe werden vom Hund natürlich nicht verwertet (warum auch? Aus Farbstoffen kann der Hund nichts nahrhaftes ziehen) und diese über den Kot ausgeschieden. Dem Vorgang nennt man im allgemeinen „Entgiften“ und ist ganz bekannt unter den Barfern. Man kann das am besten mit dem entschlacken beim Menschen vergleichen, Giftstoffe (in diesem Fall Farb-, Lock-, und Konservierungsstoffe) werden aus dem Körper herausgespült, oftmals zu sehen bei der Umstellung von Fertigfutter auf Frischfütterung oder von minderwertigen Fertigfutter auf ein hochwertiges. Dieser Entgiftungsprozess kann sich in Durchfall zeigen, Durchfall kann aber auch einfach eine normale Reaktion auf die Futterumstellung sein, da der Magen/Darmtrakt das neue Futter gegebenenfalls anders verarbeitet und verwertet und der Hund, auch ein vollkommen gesunder von den kränklichen ganz zu schweigen, kann im ersten Moment sensibel auf eine Futterumstellung reagieren, kein Grund zur Panik oder zum Aufgeben!

Entgiftung kann unterstützt oder angeregt werden, oftmals zusammen mit einer Darmsanierung zu empfehlen bei kranken, sensiblen oder allergischen Hunden, damit der Magen-/Darmtrakt die gesunde Arbeit ohne Einschränkung wieder aufnehmen kann. Bitte lassen sie sich dabei am besten von einem Fachmann beraten. 

Abschließend möchte ich ihnen die Frage stellen: wenn sie Hund wären, würden sie gerne Futter voller Giftstoffe fressen und bunte Knetgummi Ausscheidungen haben?